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Textilkunst. Projekt 03

Datum. 2005

Stadt. Aachen

Werkstoff Textil. Textilkunst ||Claudia Merx

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Die Arbeit „ das Innere nach Außen kehren, oder die Verletzbarkeit“, gibt ein Beispiel für diese unterschiedlichen Möglichkeiten der Betrachtungsweisen. Röhren aus Fasergewebe, deren eines Ende unterschiedlich weit nach innen gezogen ist, lassen von oben zwei ineinander liegende Rollen sichtbar werden. Das Äußere schützt das Innere. Als Installation werden die vielschichtigen Sichtweisen deutlich. Eine schützenswerte Innenwelt und eine Schutz spendende Außenwelt? Oder ist es eher eine das Innenleben ab- oder begrenzende Außenwelt? Wie weit der Einblick ins Innere erlaubt wird, wie viel Schutz und Platz das Innere braucht, hängt von dem individuellen Standpunkt und der Sichtweise des Betrachters ab.   

 

Es ist nicht nur die Stabilität und Festigkeit der wunderschönen filigranen und transparenten Objekte die verblüfft, sondern auch die intelligente und ausgeklügelte Art der Installationen, die geringfügig geändert, eine völlig neue Aussage ergibt. 
Bei „Seelenruhe“ hängen die Objekte in waagerechter Ausrichtung in großer Höhe an dünnen Nylonfäden. Ein Luftzug lässt unter den Objekten eine ruhige, behäbige Bewegung entstehen.

Anders bei „und sie tanzen die Seelen.“ Gleiche Objekte, aber eine geänderte Aufhängung ergeben eine völlig andere Dynamik. 

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